Sehenswürdigkeiten in Augsburg 
Sehenswürdigkeiten in Augsburg

Sehenswürdigkeiten in Augsburg


Römisches Museum

Das Römische Museum in Augsburgs Stadtzentrum befindet sich in der ehemaligen Dominikanerkirche St. Magdalena. Diese Klosterkirche stammt aus den Jahren 1513 bis 1515. Viele wohlhabende und bedeutende Familien der Stadt ließen hier ihre Grabkapelle bauen. Im 18. Jahrhundert erfolgte ein Umbau im barocken Stil. Die wertvolle Ausstattung der Kirche wurde im Rahmen der Säkularisation im Jahr 1806 verschenkt oder verkauft, ein Teil davon ging auch verloren. Darunter war auch eine besonders schmucke Skulptur der Maria Magdalena, die heute im Pariser Museum Louvre zu bewundern ist. 1913 und 1914 wurde die Kirche aufwendig renoviert, bevor sie ab 1966 Heimat für das Römische Museum wurde. Hier können Besucher eine umfangreiche Sammlung aus römischer Zeit sehen. Einige Stücke stammen aus der Zeit um 1000 v. Chr. Desweiteren sind zwei vollständig erhaltene Pfeilergräber eines Soldaten und eines Gelehrten im Museum zu sehen. Besucher bekommen einen umfassenden Eindruck des römischen Alltags in einer römischen Provinz, Gold- und Silbermünzen, Keramik und Gefäße aus Glas belegen die römische Kultur. Auch erste christliche Motive aus der Zeit um 340 n. Chr. sowie Alemannischer Schmuck und Waffen runden die Sammlung ab und weisen von der Antike ins frühe Mittelalter. Zahlreiche Sonderausstellungen zu antiken und frühmittelalterlichen Themen sowie spannende Vorträge und Führungen ergänzen die Ausstellung. Außerdem finden regelmäßig Veranstaltungen statt, zudem bietet das Museum gerade für Schulklassen interessante Projekte und Workshops an.


Fuggerei

Die Fuggerei ist eine Siedlung bestehend aus 8 Gassen und 3 Toren und kann als „Stadt in der Stadt“ bezeichnet werden. Sie hat eine eigene Kirche, Stadtmauern und Stadttore, und seit 2006 ist für Besucher nur noch ein Tor geöffnet, das jeden Abend von einem Nachtwächter geschlossen wird. Die Fuggerei hat durch den Tourismus eine Einnahmequelle erhalten, die zum Erhalt verwendet wird. Im Fuggerei-Museum kann sowohl die letzte im Originalzustand erhaltene, im Stil des 18. Jahrhunderts eingerichtete Wohnung besichtigt werden, als auch eine Schauwohnung, die zeigt, wie die Bewohner heute dort leben. In den Jahren 1516 – 1523 wurde die Siedlung erbaut, die 1521 von Jakob Fugger dem Reichen als Wohnsiedlung für bedürftige Augsburger Bürger gestiftet wurde. Damals wurden 6 Gassen gebaut, um die Häuser mit 2 Geschossen für insgesamt 52 Wohnungen entstanden. Zugrunde lag der für damalige Verhältnisse sehr moderne Gedanke der Hilfe zur Selbsthilfe. Bis ins 20. Jahrhundert wohnten in der Fuggerei vor allem Familien mit oft mehreren Kindern, Bettlern war der Zugang nach dem Willen des Stifters verwehrt. Von den Schweden wurde die Siedlung im 30-jährigen Krieg bis 1642 weitgehend zerstört, aber wieder errichtet, Erweiterungen erfolgten 1880 und 1938. Im 2. Weltkrieg fielen etwa zwei Drittel der Siedlung den Bomben zum Opfer. Ab 1945 erfolgte der erneute Wiederaufbau. Bis 1973 wurde die Fuggerei durch den Zukauf von Trümmergrundstücken auf heute 67 Häuser mit 140 Wohnungen ausgebaut. Alle Wohnungen sind gleich groß und haben eine Wohnfläche von etwa 60 m². Zu den Erdgeschoß-Wohnungen gehört jeweils ein Garten, dafür haben die Obergeschoß-Wohnungen einen Speicher. Die Aufnahmekriterien für die Bewohner haben sich seit der Gründung nicht verändert: Sie müssen Augsburger Bürger sein, katholisch und einen guten Leumund haben. Die Miete ist eigentlich nur symbolisch und beträgt den Gegenwert eines Rheinischen Gulden, was derzeit 0,88 Euro entspricht. Die Nebenkosten sind von den Mietern zu tragen.


Zeughaus

Das Zeughaus in der Augsburger Altstadt stammt aus den Jahren 1602 bis 1607 und wurde nach Plänen von Elias Holl, dem späteren Stadtbaumeister, gebaut. Die barocke Fassade stammt von Josef Heintz. Das Zeughaus wurde als Waffenarsenal sowie als Wohnstätte für bis 3000 Soldaten konzipiert. Im Dreißigjährigen Krieg besuchte der schwedische König Gustav Adolf Augsburg. Eine Anekdote besagt, dass die Stadtherren in ihrer Aufregung über den hohen Besuch den Schlüssel vergessen hatten und den Herrscher daraufhin nur mit Mühe besänftigen konnten. Auch der preußische König Friedrich Wilhelm I. und sein Sohn besuchten einige Jahrzehnte später das Zeughaus. Bayrische und französische Soldaten hatten jedoch im Spanischen Erbfolgekrieg die Waffenkammer fast leergeräumt. Hatte das Zeughaus bisher der Stadt gehört, verlor Augsburg nun seine Reichsfreiheit und damit ging auch das Zeughaus an das bayrische Königshaus. 1893 kaufte die Stadt das Gebäude zurück und diente anschließend als Feuerwache. Im Zweiten Weltkrieg wurde Augsburg durch Bomben zwar ebenfalls getroffen, das Zeughaus blieb jedoch weitgehend unbeschädigt. In den 1960er Jahren verhinderte eine Initiative Augsburger Bürger eine Veränderung und Zerstörung des Baus durch die Einrichtung eines Kaufhauses. Das denkmalgeschützte Gebäude konnte somit gerettet werden. 1978 bis 1980 folgte eine aufwendige Renovierung. Heute wird das Zeughaus nicht mehr als Feuerwache genutzt. Stattdessen wurde hier 1980 ein Bildungs- und Begegnungszentrum der Stadt eingerichtet. In Veranstaltungs- und Ausstellungsräumen gab es Vorträge und andere Veranstaltungen, zudem nutzte die Volkshochschule die Räumlichkeiten. Heute ist eine Musikschule eingezogen.


Textil-_und_technikmuseum

Im Augsburger Textil- und Industriemuseum in Augsburg wird ein ganz besonderes Stück Wirtschaft- und Stadtgeschichte lebendig. Augsburg zählte im 19. Jahrhundert zu den deutschen Industriemetropolen, vor allem in der Textilindustrie. Diese stolze Geschichte wird im Museum anschaulich dargestellt. Sie reicht von den Fuggern im 14. Jahrhundert bis in die 1950er und 60er Jahre. Die Besucher erfahren viel Wissenswertes über Mode, Technik, Rohstoffe wie Baumwolle und Flachs, Textilverarbeitung, aber auch über die Lebensart und Arbeitsbedingungen der Fabrikarbeiter und Arbeiterinnen. Auch Unternehmer, Bankiers und die der zeitgeschichtliche Hintergrund werden ansprechend präsentiert und erläutert. Ein aufgemalter roter Faden auf dem Boden leitet die Besucher durch die Ausstellung bis zu einer Modenschau am Ende des Rundgangs. Am Computer können die Besucher außerdem Stoffmuster auf digitale Models projizieren. Führungen bekommen noch eine ganz besondere Note, da ehemalige Arbeiterinnen und Arbeiter im Alter zwischen etwa 60 und 80 Jahren für das Museum engagieren und den Gästen aus erster Hand aus ihrem Arbeitsleben berichten können. Sie haben nach dem Niedergang vieler Fabriken einen Förderverein gegründet, um ihre Geschichte wachtzuhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das dürfte wohl auch mit ein Grund sein, dass das Museum einige internationale Auszeichnungen wie den Titel European Museum of the year 2011 oder den Silbernen Nagel im Jahr 2010. Das Museum ist in einer alten Fabrikhalle untergebracht, was der Ausstellung den passenden Rahmen verleiht. Regelmäßig gibt es verschiedene Sonderschauen und Veranstaltungen wie Vorträge oder ähnliches. Durch das Anschauungsmateriel, die Maschinen und die Computersimulationen ist das Museum für große und kleine Besucher interessant und spannend. Im eigenen Museumsshop besteht zudem die Möglichkeit ganz besondere, handgefertigte Produkte als Erinnerungsstück zu kaufen.


Zoo Augsburg

Seit 1937 gibt es den Zoo in Augsburg. Früher hatte der Zoo nur heimische Tiere. Heute sind Tiere aus aller Welt in dem Zoo zuhause. Es befinden sich hier Enten, Hirsche, Ziegen und Braunbären. Aber auch afrikanische und asiatische Elefanten, Löwen, Paviane, Antilopen, Flamingos und Nashörner können hier beobachtet werden. In den letzten Jahren wurde ein schönes und modernes Umfeld für die Tiere geschaffen. Früher waren die Käfige klein und eng in den Zoos. Die Tiere konnten sich kaum bewegen und wurden dadurch apathisch und krank. Heute versuchen die meisten Zoos die natürlichen Lebensräume und –gewohnheiten zu entsprechen. Daher waren die Umbaumaßnahmen im Zoo erforderlich. Es wird dazu beigetragen, dass einige seltene Tiere überleben. Im Augsburger Zoo wurden die Gehege der Erdmännchen und der Seebären erneuert. Der Spielplatz auf dem Gelände wurde ebenfalls umgebaut. Der Zoo beteiligt sich an einem Programm der Stiftung Artenschutz. Sie haben die Ziele, seltene Tierarten zu erhalten und die ursprünglichen Lebensräume zu schützen. Es gibt verschiedene Bezeichnungen für Zoos in Deutschland. Eigentlich unterscheiden sich Tiergärten, Tierparks und Zoos nicht. Früher hießen die Anlagen Tiergärten oder Tierpark. Erst später kam der Name Zoologischer Garten hinzu. Die Kurzform ist Zoo und hat sich mittlerweile in Deutschland als Bezeichnung durchgesetzt. Tierpark oder Tiergarten werden oft Zoos genannt, die eine weite Parklandschaft haben. In den Zoos von Deutschland werden überall Rundgänge und Führungen angeboten. Auch kleinere Vorführungen, bei denen die Tiere Tricks vorführen, werden organisiert. Patenschaften können für die Tiere übernommen werden. Somit unterstützt man nicht nur die Tiere im Zoo, sondern oft auch die Artgenossen, die in freier Wildbahn leben.


Glaspalast

Der Glaspalast, ein Industriedenkmal aus dem Jahr 1910, wird heute vor allem für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die Pläne dazu stammen vom Architekten Philipp Jakob Manz. Zunächst war die Industrieanlage Teil der Baumwollspinnerei und Weberei Augsburg, wo bis 1988 Textilien hergestellt wurden. Der Stahlskelettbau mit großflächigen Glasfronten sorgte im Spinnereibetrieb nicht nur für viel Tageslicht, sondern auch für künstlerische Ausgestaltung, sodass Kunst und Funktionalität verbunden werden konnten. In den 1970er Jahren verlor die Augsburger Textilindustrie an Bedeutung, die Unternehmen mussten schließen. Nach der Schließung der Spinnerei und Weberei stand der Glaspalast über mehrere Jahre leer, bis der Kunstmäzen und Unternehmer Ignaz Walter 2000 die Immobilie erwarb und für die kulturelle und gewerbliche Nutzung aufwendig sanieren ließ. Heute ist hier eine Ballett- und Musical-Akademie unter der Leitung von Natalie Böck und István Németh untergebracht. Außerdem befindet sich das Kunstmuseum Walter und die Galerie Noah in dem Gebäude. Auch das H2 Zentrum für Gegenwartskunst, eine Filiale der Pinakothek der Moderne München mit ihren wechselnden Ausstellungen sowie die Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast, ebenfalls eine Zweigstelle der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, haben hier ein Forum gefunden und locken die Besucher.


Dom

Der vollständige Name des Domes lautet „Hohe Domkirche Unserer Lieben Frau zu Augsburg“, der gleichzeitig auch die Kathedrale des Augsburger Bistums ist. Der Dom stammt aus dem neunten Jahrhundert, ein stolzes Alter. Bemerkenswert sind die romanischen und gotischen Fresken, die den Innenraum schmücken. Darunter sind auch Gewölbemalereien von Hans Holbein dem Älteren. Die Prophetenfenster des Domes, die Jonas, Daniel, Hosea und Moses darstellen, sind ganz besondere Schätze und gehören zu den ältesten Glasmalereien in Deutschland. Die schwere, aber prachtvolle Bronzetür stammt aus dem 14. Jahrhundert und zeigt auf ihren Relieftafeln Motive des Alten Testaments. Der Dom wurde mehrfach umgebaut, leider sind dadurch auch viele Kunstschätze verloren gegangen. So wurden etwa zwischen 1537 und 1548 durch protestantische Bilderstürmer einige Schätze auch im Augsburger Dom zerstört und geplündert, die später wieder ersetzt werden konnte. Von den ehemaligen barocken Elementen im Innern ist wenig erhalten, da um 1808 vor dem Dom ein Exerzierplatz angelegt wurde und somit Umbauten abgebrochen wurden. Zudem wurde zwischen 1852 und 1863 der Dom im neugotischen Stil umgestaltet. Dazu kamen wertvolle mittelalterliche Gemälde und Plastiken. 1934 wurde der Dom teils renoviert, im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom zwar nicht ganz verschont, doch nicht völlig zerstört. Die Sanierung folgte in den 1980er Jahren, Zum Dom gehört auch ein Diözesanmuseum, in dem Reste der Johanniskirche aus dem 10. Jahrhunderts sowie Exponate aus römischer Zeit zu sehen sind. Hier sind aber auch der Domschatz und andere Kirchengüter für das Publikum zugänglich.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Augsburg

Bundesland:
Bayern

Regierungsbezirk:
Schwaben

Höhe:
494 m ü. NN

Fläche:
146,93 km²

Einwohner:
263.646

Autokennzeichen:
A

Vorwahl:
0821

Gemeinde-
schlüssel:

09 7 61 000



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